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Um das Jahr 1700 hatten unsere Dörfer das Aussehen wie vor dem Dreißigjährigen Krieg erreicht. Die zerstörten Grundstücke waren im Wesentlichen wieder aufgebaut. Wie schon erwähnt, wurde 1702 der Bau des Zschepener Kirchturms beendet.. 1706 / 1707 wurden die Dörfer Selben und Zschepen erneut vom Krieg gestreift. Während des sogenannten Nordischen Krieges wurden schwedische Truppen einquartiert. Sie mussten verpflegt, die Pferde versorgt und die Geräte instand gesetzt werden. Dazu kamen hohe Lieferungen an Heu, Hafer und sonstigem Proviant.

1753 wurde die Selbener Windmühle gebaut (Die Mühlen in Selben und Zschepen). Aus der Chronik der Stadt Delitzsch ist bekannt, dass um 1770 in den Dörfern Schulen eingerichtet wurden. Bis dahin unterrichtete der Pfarrer die Kinder (Kindergarten und Schule in Selben). In Selben befand sich die Schule in der Großen Dorfstraße Nr. 3 neben der Kirche. Die Schulmeister selbst hatten nur ein geringes Einkommen und besserten dieses durch Arbeit als Küster und Organist für die Kirche auf. Von 1770 bis 1900 waren insgesamt 6 namentlich bekannte Schulmeister tätig.

Um 1780 wurde erstmalig die Schenke in Zschepen erwähnt. Schenken waren damals meist Eigentum der Brauerei bzw. der Rittergutsbesitzer. In Selben wurde um 1800 eine Bierstube an der Delitzscher Straße (heute Lange Straße) im ehemaligen Gehöft Stier erwähnt. 1785 erwarben die Vorfahren der Familie Canitz 1/2 Hufe und Grundstück von dem erwähnten Groß' schen Anspännergut, dessen Besitzer die Bewirtschaftung zurückgegeben hatte.

Dazu wurde vor dem Reichsgräflichen —Wartenslebenschen Gericht, welches in Zschepen tagte, folgender Vertrag abgeschlossen ( Auszug ): Für 1/2 Hufe Land (ca. 4 ha) nebst Gebäude und Zubehör sind 220 Gulden zu entrichten. Dazu weitere Bedingungen: - 15 Groschen Erbzins, 6 Hühner und 2 Gänse zu Michaelis (29. September) an das Rittergut 5 Groschen jährlich zum 2. Advent an die Kirche zu Zschepen 1 Scheffel Korn und ein Scheffel Hafer an den Pfarrer 7 Groschen jährlich an den Schulmeister in Selben und je einen halben Kuchen Ostern und zur Kirmes 4 Gulden Dienstgeld an das Rittergut statt Spann— und Handdienste und 18 Groschen Lohngeld

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