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In Selben verbanden Gräben die Teiche des Dorfes mit dem Strengebach um das Wasser bei starken Niederschlägen oder plötzlichem Tauwetter aufzunehmen. Es gab drei Teiche. So gab es den „Igelteich" (so genannt wogen seiner runden Form), er befand sich am Friedhof, dort wo heute der LKW-Parkplatz ist. Weiter hin gab es den „Waal" vor der Hofmeisterei also auf dem Gelände des heutigen Dorfangers und den „Hirtenteich", der sich ungefähr Im Winkel Lange Straße/Große Dorfstraße Richtung Hohenroda befand. Trotzdem kam es immer wieder zu Überschwemmungen. Der Strengebach führte früher ständig, meist jedoch nur wenig Wasser. Bei lang anhaltendem Regen verwandelte er sich in einen reißenden Fluss, der von Mocherwitz kurtunend schon die Furt (früher eine Durchfahrt durch den Bach), die Straße nach Hohenroda und die tiefer gelegenen Ortsteile meterhoch überflutete. Er verlief bis Mitte des 20. Jahrhunderts unmittelbar neben der Großen Dorfstraße. Nach einem Hochwasser 1954 wurde der Bachlauf verlegt und begradigt so dass das Wasser schneller siblinden konnte.

In Zschepen war es ähnlich, es gab den „Großen" und den „Kleinen Dorfteich", diese befanden sich zwischen dem allen Dorfring und der ehemaligen Landarbeiterkaserne, den „ Mühlenteich" — heute ist dort der Rodelberg, und den „Schllfteich" (auch Bruderteich genannt), der sich in Höhe des Sportplaties befand. Abflussgräben führten um und durch das Dorf.

In Zschepen war die Situation noch kritischer weil der Ort tiefer liegt.

Hol Starkregen konnten die beiden Dorfteiche und die Abflussgräben das viele Wasser, das von Selben und aus Richtung Hohenroda kam nicht aufnehmen. Das gleiche traf auch auf die Abflussgräben zu, so dass das Gelände nm Dorfring häufig unter Wasser stand. Auch der Schermbach, der zwischen Döbernitz und Zschepen die Straße unterquert, führte bis 1970 ständig Wasser.

Im Lober floss früher in vielen Windungen von Brodau kommend Richtung Delitzsch. Günstig waren die Frühjahrsüberschwemmungen der Wiesen, die durch die Schlammablagerungen zusätzlich gedüngt wurden.

1954 Sommer hingegen richteten die Hochwasser große Schäden auch in der Landwirtschaft an.

I Moore Vorfahren legten deshalb besonderen Wert auf die Sauberhaltung der Flutgräben und Teiche.

Durch den Braunkohlentagebau wurde der Grundwasserspiegel dramatisch abgesenkt und die Teiche und Bäche trockneten aus. Die Teiche wurden zugeschüttet.

Not:11 1990 wurde die Braunkohlenförderung in unserer Gegend eingestellt und damit auch die Absenkung des tinanlwassers. Tiefer gelegene Gebiete haben zunehmend mit steigendem Grundwasser Probleme.

Bei dem Im Jahre 2011 im Januar plötzlich einsetzenden Tauwetter trat der Strengebach erstmalig seit Jahrzehnten an einigen Stellen über die Ufer.

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